Georges Lemaître - Wie ein Priester die Expansion des Weltalls entdeckte

Kategorie
Hauptvorträge
Datum
16.11.2021 19:30
Veranstaltungsort
Hochschule Bremen, Hörsaal B-120
Fällt aus

Wegen Erkrankung des Referenten fällt der Vortrag leider aus.

Wie ein Priester die Expansion des Weltalls entdeckte.

Noch bevor Edwin Hubble 1929 durch Beobachtungen feststellte, dass sich der Raum ausdehnt, sagte der belgische Priester und Astrophysiker Georg Lemaître (1894-1966) 1927 die Expansion des Weltalls aus Einsteins Relativitätstheorie vorher. Lemaître entwickelte 1931 auch Vorstellungen über den Beginn des Universums und wird deshalb auch als „Vater der Urknalltheorie“ bezeichnet. Die beachtliche Karriere Lemaîtres als Priester, die ihn schließlich bis zum Präsidenten der Päpstlichen Akademie der Wissenschaften aufsteigen ließ, führte ihn auch zu der Frage der Vereinbarkeit der katholischen Schöpfungslehre mit der Urknall-Theorie. Dabei kam es zu einer Kontroverse zwischen dem Forscher und Papst Pius XII, die indirekt an den Galilei-Konflikt anknüpfte. Der Vortrag bringt interessante Fakten aus den frühen Jahren der Kosmologie im Spannungsfeld zwischen Theologie und Naturwissenschaft sowie im Ringen um die wissenschaftliche Erkenntnis der Evolution des Universums.

 

HerrmannProf. Dr. Dieter B. Herrmann

1939 Geboren in Berlin
1957 Abitur Kant-Oberschule Berlin
1957-1963 Studium Physik (Humboldt-Universität Berlin)
Abschluss Diplom-Physiker
1959/60 Studentenkabarett „Die Massenpunkte“
Theaterprojekt Studentenbühne der HU unter Kurt Böwe
„Der entfesselte Wotan“ von E. Toller (Titelrolle)
Studienunterbrechung
1960-1962 Freundschaft mit Hanns Eisler
1963-1969 Tätigkeit in der Staatlichen Zentrale für Strahlenschutz der DDR
(Spezialgebiet: Messung radioaktiver Edelgase)
Freier Mitarbeiter der Archenhold-Sternwarte Berlin
1969 Promotion zum Dr. rer. nat. (Humboldt-Universität)
1970-1976 Leiter der Abteilung Astronomiegeschichte der Archenhold-Sternwarte Berlin
1976-2004 Direktor der Archenhold-Sternwarte Berlin
1977-1991 Moderator der populärwissenschaftlichen Fernsehsendung „AHA“ des DDR-Fernsehens
1986 Habilitation zum Dr. sc. phil.
Honorarprofessor an der Humboldt-Universität
1987-2004 Gründungsdirektor des Zeiss- Großplanetariums Berlin
1991-1996 Eigene regelmäßige Wissenschaftssendungen im Rundfunk
1995 f Lehrbeauftragter der Technischen Universität Berlin
1997-1999 Sprecher des Rates Deutscher Planetarien
2006-2012 Präsident der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin
2012 ... Mitglied des Vorstandes der Berliner Urania
Mitglied der Internationalen Astronomischen Union, der Leibniz - Societät Berlin, der Berliner Wissenschaftlichen Gesellschaft, der Astronomischen Gesellschaft u.a. wissenschaftlicher Vereinigungen

 
 

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