Heinrich Wilhelm Matthias Olbers

  • 1758 Olbers wurde im Pfarrhaus zu Arbergen geboren. Seine Eltern stammen aus lutherischen Predigerfamilien.
  • 1760 Der Vater wird an den Dom zu Bremen berufen. So zieht die Familie nach Bremen.
  • 1772 Der Vater stirbt, als Olbers 14 Jahre alt ist. Zu dieser Zeit beobachtet Olbers die Plejaden und ist fasziniert. Er besorgt sich Himmelskarten und astronomische Bücher und befasst sich mit der Himmelsmechanik und berechnet bald schon Planetenbahnen. Er erlernt im Alter von 16 Jahren autodidaktisch die dafür erforderliche Mathematik und lernt, selbständig zu arbeiten.
  • 1777 Er beginnt ein Medizinstudium in Göttingen. Außerdem besucht er Vorlesungen über Astronomie, Mathematik und Physik bei Kaestner und Lichtenberg.
  • 1780 schließt er im Alter von 22 Jahren mit der Dissertation „de Oculi..“ (Über die Veränderung des Augapfels bei unterschiedlicher Sehweite) sein Studium ab.
  • 1781 Anlässlich einer Reise nach Wien sammelt Olbers medizinische Erfahrungen und lernt die Gesellschaft Wiens kennen.
  • 1782 lässt er sich als praktischer Arzt in Bremen nieder.
  • 1785 Im Alter von 26 Jahren heiratet er Elisabeth Dorothea Köhne.
  • 1786 hält er seinen ersten Vortrag in der Gesellschaft „Museum“, in dem er sich für eine Universität in Bremen ausspricht. Am 6.Mai 1786 wird Tochter Dorothea (genannt Doris) geboren. Zwei Wochen später stirbt die junge Mutter.
  • 1789 heiratet Olbers Anna Lührsen.
  • 1790 Geburt des Sohnes Georg.
  • 1794 Olbers reist nach Gotha . Er hat erste Kontakte mit Franz Xaver von Zach.
  • Danach erscheint seine Abhandlung über die leichteste und bequemste Methode über die Berechnung von Kometenbahnen. Wird
  • 1797 von von Zach publiziert und bewirkt internationale Anerkennung.

Wilhelm Olbers 2

  • 1798 Nach dem Tod der Mutter Umbau des Hauses insbesondere für astronomische Zwecke. Olbers ist 42 Jahre alt. Gründung der astronomischen Vereinigung in Lilienthal.
  • 1802 Wiederauffindung des Kleinplaneten CERES mit Hilfe von Berechnungen des jungen Gauss. Daraus entwickelte sich eine intensive über vier Jahrzehnte dauernde Freundschaft.
  • 28.02.1802 Entdeckung des Kleinplaneten PALLAS.
  • 1804 Bessel erweckt seine Aufmerksamkeit, indem er sich Olbers buchstäblich in den Weg stellt. Olbers entdeckt das Talent des jungen Bessel und fördert ihn über Lilienthal bis nach Königsberg.
  • 29.03.1807 Entdeckung des Kleinplaneten VESTA.
  • 1810 –1813 Beginn der „Französischen Zeit“. Bremer Bürger sind nunmehr Franzosen deutscher Abstammung. O. wird zum Mitglied der Jury Medical und des Comite Central de vaccine von Bremen ernannt. 1812 von Napoleon zum Mitglied des Corps Legislatif ernannt und ist damit einer der drei Vertreter des „Departements der Wesermündungen“ in der gesetzgebenden Körperschaft in Paris. Drei Reisen nach Paris.
  • 1818-1820 Frau und Tochter sterben.
  • 1821 Olbers schließt seine ärztliche Praxis. Er arbeitet jedoch bis ins hohe Alter an wissenschaftlichen Beiträgen.
  • 1823 „Über die Durchsichtigkeit des Weltraums“ – Olbers über das später nach ihm benannte
  • ‚Paradoxon‘. Zeitgenössisch wurde dieses wenig beachtet, erst Bondi und Gold machten es im Jahre 1950 einem breiten Publikum bekannt.
  • 2.3.1840 Olbers stirbt an „Brustwassersucht“.

 

Olbersdenkmal in den Bremer Wallanlagen

Das Denkmal für Heinrich Wilhelm Olbers, den bedeutenden Bremer Arzt und Astronomen, schuf der Bildhauer Carl Steinhäuser 1848 in Rom. Es wurde 1850 in den Bremer Wallanlagen aufgestellt. Seit 1973 steht das Objekt unter Denkmalschutz.
Weiter Informationen zum Denkmal finden Sie hier.

 

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